Pressestimmen zur Show 'DRAHTSEILAKT - Varieté trifft Retro-Zirkus'
Spektakel der alten Schule
Christian Neffe, Leipziger Volkszeitung, 01.11.2024
Manege frei im Krystallpalast Varieté: Mit einer Hommage an den guten alten Zirkus lässt die neue Show „Drahtseilakt“ staunen, lachen und den Atem stocken.
Unter dem Motto „Varieté trifft Retro-Zirkus“ versteht sich „Drahtseilakt“ als Hommage an das klassische Spektakel in der Manege, dieser „verschwindenden Kunstform“, wie es im Begleittext zur Show treffend heißt. (…)
Schattenspielmeister Drew Colby zaubert in vier Einlagen allerhand Tierisches auf seine Leinwand, zieht Hasen aus dem Hut, lässt Tauben fliegen, präsentiert gen Ende eine ganze Parade aus nicht einheimischen Wesen wie Löwen, Elefanten, Kamelen und Affen. Und lässt damit das ansonsten begeistert applaudierende Publikum in faszinierter Stille versinken. Auch das eine große Stärke dieser Show: Das Tempo, der Wechsel aus adrenalinpumpendem Körperspektakel und ruhigeren Momenten. (…)
Manoela Wolfart und Rubén Burgos alias The Shesters lassen die Messer fliegen und den Atem stocken. Polina Makarova verrenkt sich während ihres Handstand-Acts in übermenschlichem Maße. Anastasia Zarubina tänzelt über das Drahtseil, (…) Alexis Levillon begeistert mit seinen aberwitzigen Diabolo-Jonglage-Künsten, diesem in den Varietés in den vergangenen Jahren so populären Genre.
In diesem Zirkus wird alles zur Kunstform. (…) das Team um den künstlerischen Leiter Urs Jäckle nach wie vor beherrscht, das Spektakel durch kleine Tricks noch etwas spektakulärer zu inszenieren, (…) Zirkus ist nämlich nicht nur Spektakel, sondern auch Illusion. Das weiß keiner besser als besagter Davide „Skizzo“ Nicolosi, der als Direktor durch die Show führt, mit seiner aufgedrehten Art sowie seinem Flohzirkus für Lacher und mit simplen, aber effektiven Zaubertricks für Staunen sorgt. (…)
Den Großteil bildet jedoch atemberaubende Artistik, und wie es sich für eine solche Show gehört, wird das Filetstück zum Schluss serviert: Oleksandr Kuskov und Vladylslav Koshovyi mit ihren „ikarischen Spielen“, wobei einer den anderen in einem Höchstaufgebot von Körperbeherrschung auf seinen Beinen jongliert. Wie immer im Krystallpalast Varieté gilt: Muss man gesehen haben, um es fassen zu können.




