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Historie

Der historische Krystallpalast

Der Beginn
Die Eröffnung
Entwicklungen und Rückschläge
Die Haus-Suche
Die Wiedereröffnung und der Neubeginn
Die Folgen der Neujahrsnacht 2003/ 2004
10-jähriges Bestehen und Expansion
Heute
2012

Der Beginn

Am Anfang stand ein Schützenhaus- seit 1832 in der Wintergartenstraße in Leipzig.
„Laboris Industriis Civibus Requies" - „Dem gewerbefleißigen Bürger zur Erholung" prangte über dem Eingang. Ein Motto, das sich auch der 50 Jahre später errichtete Krystallpalast zueigen machte.
Der Schützen Herrlichkeit wurde wenige Jahre nach ihrer Erbauung von Karl Hoffmann (Oberkellner im renommierten Hotel de Saxe) für stattliche 55.000 Taler abgekauft und ein reger Amüsierbetrieb etabliert. Ein prunkvoll ausgestatteter Festsaal wurde eingeweiht.

1862 waren zum II. Deutschen Turnfest bereits 11.000 Gäste in den weitläufigen Anlagen unterwegs. Zudem begeisterte seinerzeit im Lustgarten eine große Fontänenanlage und 10.600 Gaslampen, die das ganze Areal erhellten, welches nun schon wahrhaft fürstliche Dimensionen annahm. Im Winter 1872 war zum großen Hofball Sachsens König Johann nebst Gattin und Thronfolger Albert zu Gast. Vier Jahre später rauschten gar Seine Majestät, der Kaiser Wilhelm, mit großem Gefolge zum Kaiserdiner an. Um die erlauchte Galerie komplett zu machen: Auch Walzerkönig Johann Strauss junior gastierte hier mit seinem Orchester.
Die ganze Pracht ging dann allerdings zu Pfingsten 1881 in Folge eines etwas überdimensionierten Feuerwerks in Flammen auf. Das Leipziger Schützenhaus war Geschichte.

Die Eröffnung

Aber schnell fanden sich Aktivisten und Geldgeber, die die Ärmel hochkrempelten und investierten. 1882 eröffnete der Leipziger „Krystallpalast" - das erste, größte und berühmteste Varietétheater der Stadt. Ganz aus Glas und Eisen war ein neuer Komplex mit einem Theatersaal für 800 Besucher im Zentrum entstanden. Mit Wintergarten, Ausstellungssaal, Restaurants und Gesellschaftsräumen auf mehreren Etagen bot die Anlage insgesamt 15.000 Gästen Platz. Der Krystallpalast galt als größte Vergnügungsstätte Deutschlands.
Im Jahre 1887 wurde eine gigantische Zirkushalle eingeweiht, die 3000 Besucher fasste. Benannt nach dem nunmehrigen sächsischen König, erreichte die Alberthalle eine imposante Höhe von 36 Metern. Nebenbei befand sich im Krystallpalast auch Leipzigs größtes Restaurant. Über 1000 Gäste wurden hier allabendlich bedient.

Entwicklungen und Rückschläge

Ihren deutschlandweiten Ruhm begründete Leipzigs Entertainment Hochburg jedoch mit den Künstlern, die sich im Varietésaal mit einer Kapazität von 1800 Besuchern die Klinke in die Hand gaben. Hier verdiente der genialische Humorist Otto Reutter seine ersten Gagen, der begnadete Jongleur Enrico Rastelli war quasi Stammgast im Haus und Josephine Baker begeisterte mit ihrem Tanz nicht nur Leipzigs Männerwelt.

Die ganze Herrlichkeit verwandelte sich in der Bombennacht vom 4. Dezember 1943 in ein Trümmerfeld.

Die Haus-Suche

Doch wie in allen Bereichen gab es auch hier nach 1990 eine Wende und überraschende, kaum noch für möglich gehaltene Entwicklungen. Diese wundersame Geschichte mit etlichen Turbulenzen, himmelhochjauchzenden Höhepunkten, schmerzlichen Rückschlägen und vor allem einem anhaltenden Happy End hat eng mit den Namen Katrin Troendle, Bert Callenbach und Jens R.Riedel zu tun. Das Trio gründete 1994 - nach diversen abendfüllenden Shows des nunmehrigen Varieté Troendle - das Leipziger „Krystallpalast-Varieté". Die Suche nach einem festen Haus für die Wiedereröffnung ihres Krystallpalast Varietés beginnt.

Mit tatkräftiger Unterstützung der Sparkasse Leipzig nimmt der Traum 1995 allmählich Gestalt an: In der Magazingasse 4 soll die neue Spielstätte entstehen. Eine GmbH wird gegründet, der Ausbau begonnen und zügig vorangetrieben.

Die Wiedereröffnung und der Neubeginn

1997: Am 17. November wird das neue Haus eröffnet. Leipzig hat endlich wieder ein Varietétheater, das Krystallpalast Varieté ist 54 Jahre nach seiner Zerstörung wieder auferstanden. Als erstes und bislang einziges Varietétheater der neuen Bundesländer.
Der Start ist glänzend: Die internatonale Show „Etwas verrückt" ist 6 Wochen lang allabendlich ausverkauft.

1997-1999: Nach einer Reihe weiterer hervorragend besetzter, besuchter und bejubelter Produktionen beginnt die zermürbende Mehrfachbelastung aus künstlerischer und administrativer Arbeit die Kräfte der enthusiastischen Initiatoren zu übersteigen. Probleme vielfältiger, auch finanzieller Natur, tun sich auf, erfordern pragmatische Lösungen.

2000: Die Gesellschaftsform wird geändert, das Haus in der Magazingasse 4 von der Krystallpalast Varieté Leipzig GmbH & Co. KG geführt. Katrin Troendle und Bert Callenbach konzentrieren sich auf ihre künstlerische Arbeit (Troendle wird als „Sachsendiva" bekannt) - sie sind weiter ebenso gern gesehene Gäste wie oft gebuchte Künstler im Haus. Nach einem Geschäftsführerwechsel, seit 2001 leitet Rüdiger Pusch das Krystallpalast Varieté, läuft das Haus mit Volldampf auf Konsolidierungskurs.

2002: Die erste Dinnershow des Krystallpalast Varieté wird ein voller Erfolg: Sechs Wochen lang werden auf dem Leipziger Burgplatz in einem historischen Spielzelt ein Varieté-Spektakel der Spitzenklasse und ein exzellentes Vier-Gang-Menü kombiniert. Die Show feiert auch in den nächsten Jahren immer um die Weihnachtszeit große Erfolge.

Die Folgen der Neujahrsnacht 2003/2004

Noch einmal spielt Feuer in der Geschichte des Krystallpalastes eine unrühmliche Rolle: In der Silvesternacht brennt durch einen technischen Defekt der große Saal komplett aus. Menschen kommen Gott sei Dank nicht zu Schaden - doch an eine Weiterführung des Spielbetriebes ist vorerst nicht zu denken.

Wieder werden die Ärmel hochgekrempelt. Während in einer kleineren Interimsspielstätte im Haus erfolgreiche Produktionen realisiert werden, denen niemand die Kunst der Improvisation ansieht, wird im Saal aus der Not eine Tugend gemacht: Der Wiederaufbau wird zur gründlichen Rekonstruktion, bisherige Mängel werden beseitigt, das Platzangebot und die technischen Möglichkeiten optimiert. Zur Herbstshow „Nachtschwärmer" präsentiert sich die kleine Varieté-Bühne in der Magazingasse so attraktiv wie nie.

Zusätzlich wird das Krystallpalast Varieté zum Theater: Schauspieler der MDR Serie „In aller Freundschaft" führen hier zweimal wöchentlich das Stück „Gretchen 89ff." auf. Die Produktion wird ein Riesen-Erfolg und läuft fast drei Spielzeiten.

10-jähriges Bestehen und Expansion

Das Krystallpalast Varieté feiert das 10-jährige Bestehen und expandiert. Für Dezember ist eine zusätzliche Spielstätte in einem Spiegelpalast in Chemnitz geplant.

In Leipzig wird der Spiegelpalast bereits im Oktober seine Türen öffenen: 4 Wochen bieten die Serien-Stars von der ARD-Serie "In aller Freundschaft" Entertainment mit verschiedenen Programmen. Ende November startet die 6. Staffel der Dinnershow "Gans ganz anders".

Kongreßhalle Leipzig, Spiegelpaläste und ein Varieté

Januar 2008 küsst das Team des Krystallpalast Varieté ein in Leipzig jahrelang brachliegendes Veranstaltungshaus wach. Ein historischer Speigelpalast wird in der  Leipziger „Kongreßhalle" aufgestellt und das altehrwürdige Veranstaltungshaus nimmt seinen Betrieb wieder auf. Größen aus dem Musikgeschäft, der Comedyszene und der Theaterszene geben sich die Klinke in die Hand. Ebenso zieht das vorweihnachtliche Dinnerspektakel " Gans ganz anders" in die Kongreßhalle. Nach 2,5 Jahren wird die Kongreßhalle wieder an die Stadt Leipzig zurückgegeben, um umfassend saniert zu werden.

"Winterzelten" bleibt dem Krystallpalast Varieté dennoch erhalten. 3 Jahre lang wird in Chemnitz auf dem Gelände des Industriemuseums ebenfalls in der Vorweihnachtszeit die Dinnershow "Gans ganz anders" erfolgreich gespielt. Gezeigt werden die erfolgreichsten Produktionen aus Leipzig. Zugunsten neuer Aktivitäten im Leipziger Neuseenland und dem "Rückzug" des Spiegelpalastes Leipzig auf den Burgplatz wird diese Zweitproduktion 2009 eingestellt.

Im Krystallpalast Varieté Leipzig werden unterdessen Publikumsrekorde gebrochen. Insbesondere nonverbale, theatralische Produktionen begeistern die Gäste.

Mit der Zaubershow ILLUSIA schafft das Krystallpalast Varieté Leipzig 2010 den absoluten Publikumsrekord. 3 Monate lang verzauberte eine Garde der weltbesten Zauberer die Magazingasse. Das erste Mal seit 10 Jahren waren der Januar und 4 zusätzlich eingerichtete Shows bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Heute

Das Engagement im Neuseenland nimmt Gestalt an. Seit Mitte Juni 2011 betreibt das Krystallpalast Varieté Leipzig das schwimmende Kunstobjekt VINETA. Inmitten des Störmthaler Sees gelegen ist die VINETA - eine "schwimmende Kirche" ein ganz besonderer Veranstaltungsort - der perfekte Rahmen für Hochzeiten, Kultur und exklusive Feierlichkeiten.

2012

Im November 2012 begeht das Krystallpalast Varieté Leipzig sein 15jähriges Jubiläum.

 
 
 
 
Wir bedanken uns bei den aufgeführten Unternehmen und den über hundert Zeichnern für die freundliche Unterstützung!
Das Krystallpalast Varieté präsentiert: